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BZ Hüttenberg | Reiftanz

bz_huettenberg_rt01_151Reiftanz-Projekt des Bildungszentrums Hüttenberg

Im Zuge der Medienwerkstatt Hüttenberg setzten sich Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Schulstufe intensiv mit der Geschichte des Heimatortes auseinander. Das Endprodukt ist ein Videofilm über den Hüttenberger Reiftanz, der nur alle drei Jahre am Dreifaltigkeitssonntag stattfindet.

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Zur Geschichte des Hüttenberger Reiftanzes

Der Reiftanz ist der älteste überlieferte Männerkettentanz in Europa. Die von 22 Tänzern dargestellten Figuren stellen Begriffe aus dem Bergbau dar: Stollen, Sohle, Grubenhaus… Die Figur des „Hans Obermoar“ sorgt mit der Klatsche für den fehlerfreien Ablauf während des Tanzes und ruft den für die Späße zuständigen „Schwoafträger“ (eine Art Narrenfigur) zur Ordnung. Im Anschluss an den Reiftanz, bei dem die Bergkapelle 108-mal die gleiche Melodie spielt, findet das Pritschen der Ehrengäste statt. Dabei legt sich der Ehrengast auf eine Bank und bekommt vom „Hans Obermoar“ drei Schläge mit der Klatsche auf das Hinterteil, die Glück und Fruchtbarkeit bringen sollen. Natürlich sorgt der „Schwoafträger“ auch dabei für allerlei Späße. Danach wird der „Gepritschte“ zur Lumperbutte (Bruderschaftskasse) geführt, wo er eine Spende leistet.

Die einzige Frau beim Reiftanz ist die Reiftanzbraut. Sie ist ein Symbol für den Frühling und hat repräsentative Aufgaben.

Erste urkundliche Erwähnung fand der Reiftanz im Jahr 1608.

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Unsere Volksschüler erarbeiteten gemeinsam mit den ehemaligen Reiftänzern Heinz Tilz sen. (ehemaliger „Hans Obermoar“) und Ferdinand Schmalzmayer und den Lehrern Ingrid Greiler und Hannes Fercher einige Tanzfiguren, bei denen auch ein „Hans Obermoar“ und der „Schwoafträger“ nicht fehlen durften. Die für „unseren Reiftanz“ benötigten Reifen schnitzte Herr Ferdinand Schmalzmayer. Beim Binden und Schmücken kamen wir in den Genuss der fachkundigen Unterweisung durch Frau Maria Müller aus Knappenberg. Gebunden wurden die Reifen von uns Lehrern. Geschmückt wurden sie mit roten Nelken und roten Maschen.

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Reiftanz

Der Reiftanz ist das wichtigste und eindruckvollste Hüttenberger Bergmannsfest und wird alle drei Jahre am Sonntag nach Pfingsten zur Aufführung gebracht. Der Name „Reiftanz“ ergibt sich aus den laubüberzogenen, bogenförmigen Tanzreifen, die zur Formung der verschiedensten kunstvollen Figuren dienen. Die Hauptakteure sind 24 Tänzer und zwei lustigen Figuren, der „Hans Obermoar“ und der „Schwoafträger“. Weitere Mitwirkende sind die Reiftanzbraut im weiße Brautkleid mit Schleier und schwarz-grüner Schärpe am Arm des Bergkommissärs, der Fähnrich, die Bergmusik und die ausrückenden Mannschaften.

Die Reiftanz-Melodie erklingt insgesamt 108mal zu den komplizierten Figuren des ersten Teiles, deren Namen die Bewegungen, Schritte und Figuren mit den Tanzreifen ausdeuten sollen: „Purzelsprung“, „Schneckengang“, das „Radl“, das „Über-Reif-Springen“, „Unterschlagen“, „Brückenspringen“, „Über-Reif-Gehen“. Der zweite Teil des Tanzes wird „Walzer“ genannt. Hier soll dargestellt werden, wie die zu einem Stollen zusammengesetzten Tanzreifen von den Knappen durchfahren werden. Schließlich bilden die Tänzer mit den erhobenen Reifen das Grubenhaus und es erklingt das alte Bergmannslied „Tief in der Erde Schoß ward uns ein ernstes Los…“.

Den heiteren Ausklang bildet der dritte Teil, der „Schertanz“. Das Grubenhaus wird abgebaut und allmählich kehren die Tänzer in die Zweierreihe der Ausgangsposition zurück. Während des Scheertanzes sind Obermoar und Schwoafträger mit allerlei Späßen zur Hand: so wird u. a. ein Zahn gezogen oder der Schwoafträger „rasiert“.

Im anschließenden „Pritschen“ werden die Ehrengäste – zum Gaudium der Zuseher – auf eine Bank gelegt und ihnen vom Obermoar mit seiner Pritsche drei klatschende Hiebe versetzt, was Glück und Gesundheit für drei Jahre bringen soll. Ein Trunk aus dem Ehrenbecher entschädigt den „Gepritschten“, und die Lumperbuttenkasse – die Bruderschaftskasse der Knappen – erhält ihre Spende. Das Pritschen zieht sich bis zum nächsten Tag, dem „Pritschenmontag“ hin, weil die Prominenz von weitum dazu geholt wird. Der Pritschmontag ist offizieller Feiertag in Hüttenberg.

Quelle: Marktgemeinde Hüttenberg

 

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Bildungszentrum Hüttenberg | Tibet-Tage

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Tibet-Tage in Hüttenberg


In die Lebenswelten der Tibeter
eintauchen konnten die Schüler des Bildungszentrums Hüttenberg anläßlich der Tibet-Tage im Tibetzentrum in Hüttenberg. Die Schüler sammelten Erfahrungen mit traditioneller tibetischer Musik, Tanz und Kunst, wurden mit Tsampa, Keksen und Tee verköstigt und erfuhren Wissenswertes über tibetische Heilkünste. Besonders gefallen hat den Schülern das Schreiben ihres Vornamens in tibetischer Schrift. „Hier spürt man, wie wichtig es ist, dass junge Menschen schon früh Einblicke in fremde Kulturen gewinnen. Hüttenberg bietet dafür viele Begegnungsmöglichkeiten“, ist Direktorin Christine Musitsch überzeugt. Fotografisch begleitet wurde der Erlebnisvormittag im Tibetzentrum von der Mediengruppe des BZ Hüttenberg.

Tibetzentrum – I.I.H.T.S.
Internationales Institut für Höhere Tibetische Studien
Reiftanzplatz 1
A-9375 Hüttenberg
T +43-(0)4263-20084

Seminarräume:
Tibetzentrum – I.I.H.T.S.
c/o Carinthische Musikakademie Knappenberg
A- 9376 Knappenberg 194

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