Monatsarchiv: Juni 2015

Bauen mit Lehm_Auf den Spuren eines Naturmaterials

Ausschalen und Belastungsprobe 23.06.2015

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Ein praktisches Exempel der Architekturvermittlung an Schülerinnen und Schüler, die dabei richtig experimentieren und so Erfahrungswerte zu den verwendeten Materialen und zu dem Prozess mit Lehm zu bauen sammeln konnten.

„Nachdem wir den Lehm mit Wasser gemischt und gut verknetet haben, haben wir angefangen zu bauen. Die erste Schicht, die in die Schalung eingebracht wird, ist Lehm, die zweite Schicht sind Flaschen, die mit dem Boden zu uns schauen. Danach kommt wieder eine Schicht Lehm und die vierte Schicht sind Flaschen mit dem Hals zu uns schauend. In dem Sinn geht es bis oben weiter.“ Eine Schülerin der 2B

Das Ergebnis eines spannenden Workshops – vertikale und tonnenförmig gebogene Raumelemente aus Lehm und bunten Glasflaschen, die abwechselnd in eine Schalung eingebracht werden – werden im Rahmen der Finissage der Ausstellung „Bauen für Afrika – Integrative Prozesse in der Architekturausbildung“ von den Experimentierenden, den Schülerinnen und Schülern der Klasse 2B der Neuen Musikmittelschule Seeboden und ihrer Lehrerin Dipl.Päd. Josefine Reinisch, präsentiert.

„Als erstes haben wir die Schalung für den Lehm gebaut. Eine Schalung braucht man, damit die Materialen gut zusammenhalten.“ Ein Schüler der 2B

Höhepunkt der Finissage ist das Ausschalen- das Entfernen der Schalung- und die Belastungsprobe der ungewöhnlichen Struktur. Interessierte und die Schülerinnen und Schüler selbst konnten im Vorfeld ihre Einschätzungen in Bezug auf die Standfestigkeit und das Tragverhalten der Lehmstruktur abgeben, bevor die Schalung Brett für Brett gelöst wird.

Fachmännische Unterstützung in der Belastungsprobe erhalten die Schülerinnen und Schüler von Baumeister Prof. DI. Dr. Hans Steiner.

Am ausgehärteten Lehmbogen, der einer Belastung von mehr als 5 Packungen Kopierpapier ohne weiteres standhält, können die unterschiedlichen Materialeigenschaften der Flaschen und des Lehms und ihr Zusammenspiel beobachtet werden.

TERMINE
Workshop | Bauen 02.06.2015
Ausschalen | Belastungsprobe 23.06.2015

DURCHFÜHRUNG
Sonja Hohengasser | Jasmin Kindler

TEILNEHMERINNEN
NMMS Seeboden | Klasse 2B  | Dipl. Päd. Josefine Reinisch

Herzlichen Dank an Franz Trauntschnig für den zur Verfügung gestellten Lehm und an jene Helferinnen und Helfer, die uns beim Leeren und Sammeln der Flaschen unterstützt haben.

KONTAKT
dipl.ing. sonja hohengasser
hochschullehre und wissenschaftliche mitarbeit
fachhochschule kärnten – gemeinnützige privatstiftung
villacherstrasse 1
a-9800 spittal/drau

T  +43 699 114 115 93
s.hohengasser@fh-kaernten.at
www.fh-kaernten.at

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Eingeordnet unter Architektur, Fotografie, Kreatives Gestalten

„Licht an – wir tanzen mit Licht und Schatten“

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Schüler und Schülerinnen der SfS Seebach und der NMMS Seeboden experimentierten und spielten gemeinsam mit Licht, tanzten mit ihren Schatten und malten mit fluoreszierenden, leuchtenden Farben auf Papier und Haut. Die bei den gemeinsamen Projektkunsttagen entstandenen Ideen, Fotoserien, Leuchtkörper und Texte laden zum Eintauchen, Weiterspielen und Experimentieren ein.

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Aktivitäten und Rolle der beteiligten Künstlerin

Die Künstlerin bereitet die SchülerInnen der NMMS Seeboden, Klasse 2b, auf den Kontakt mit beeinträchtigen bzw. behinderten Kindern und Jugendlichen der SfS Seebach vor.
Aufgrund der vorbereiteten Steckbriefe werden Stärken und Schwächen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdeckt und diskutiert. Die SchülerInnen der NMMS lernen die SchülerInnen der SfS Seebach und der NMMS Seeboden in Kleingruppen kennen und experimentieren gemeinsam mit Licht , Schatten und Fotografie.

Aktivitäten der Schülerinnen im Projekt

Die SchülerInnen beider Schulen entwickeln während des gemeinsamen kreativen Prozesses und dem Kennenlernen diverser Medien und Techniken (Schattenspiel, malen mit fluoreszierenden Farben, Lichtmalerei mit der Fotokamera) eine Fotoserie, die im Rahmen einer Ausstellung präsentiert wird.

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Ein inklusives Kunstprojekt der SfS Seebach & der NMMS Seeboden
Mit der Künstlerin Sigrid Elisa Pliessnig

Ausstellung im Parkschlössl Spittal an der Drau
8. – 10. Juli 2015

VERNISSAGE: 8. Juli 2015, 18.00 Uhr
Öffnungszeiten täglich 10-18 Uhr

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Schülerinnen der NMMS Seeboden mit Projektbegleiterin Josefine Reinisch

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Eingeordnet unter Fotografie, Kreatives Gestalten, Theater, Video

BORG Spittal/Drau | Ein Theatertraum

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Die Theatergruppe des BORG Spittal hat mit der diesjährigen Produktion des „Sommernachtstraums“ nach William Shakespeare wiederholt unter Beweis gestellt, dass ihr schauspielerisches Können, weit über laienhaftes Bühnenspiel hinausgeht. Noch am Abend der Premiere wurde in den sozialen Medien gepostet:

„Eine absolut gelungene Vorstellung. Ich gratuliere allen Mitwirkenden zu ihrem Talent, Einsatz, zu ihrer Professionalität und vor allem zur ansteckenden Spielfreude. Toll, liebe Ulli, was du den jungen Leuten ermöglichst, Wiedermal ein Hoch auf unsere Jugend!“ (Gertrud R.)
„Gratulation an alle Mitwirkenden!“ (Elisabeth M.)
„Bravo!!!“ (Sarah S.)
„Schade, dass für die Öffentlichkeit nur eine Vorstellung vorgesehen war.“ (Hermann K.)

Den jungen Schauspielern unter Leitung von Ulrike Heller-Kotric ist es gelungen, den anspruchsvollen Text Shakespeares seriös, textsicher, ausdrucksreich und sogar komisch über 90 Minuten ohne Spannungsverlust auf die Bühne zu bringen. Dem begeisterten Publikum ist nicht entgangen, dass es von einem höchst motiviertem, kreativem, sprachlich und schauspielerisch bestens vorbereitetem Ensemble in die Paläste Athens und die umliegenden Wälder entführt wurde. Ein stimmgewaltiger Oberon, herrlich einfältig dargestellte Handwerker, Hermia und Helena, die im Streit die Fetzen fliegen ließen, schwebende Feen, ein verschmitzt, lässiger Puck…  machten teilweise vergessen, dass es sich bei den Schauspielern um Schülerinnen und Schüler und nicht um professionelle Darsteller handelte. Die wiederholt eingebaute Interpretation des Beatles-Songs Norwegian wood stellte einen weiteren emotionalen Aspekt dieser BORG-Produktion dar…Tränen beim Abschlusslied soll es gegeben haben.

Somit bleibt nur abzuwarten, womit die BORG-Theatergruppe im kommenden Jahr sein Publikum verzaubert, währen die letzten Töne der Waldfeen noch einige Zeit nachhallen werden.

::  Die Theatergruppe BORG Spittal wird seit 2009 von Frau Mag. Ulrike Heller-Kotric geleitet und blickt auf eine Reihe von Premieren und Experimenten zurück.

credits | Foto | Texte | BORG Spittal

Videodokumentation | Fotos Aufführung | Johann Rauter, Kärntner Medienzentrum

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Eingeordnet unter Fotografie, Theater, Video